Die Riß unter der Lupe

Was lebt eigentlich in der Riß? Wie gut geht es unserem Fluss – und wie entwickelt sich der renaturierte Bereich an der Rißinsel? Diesen Fragen gingen Schülerinnen und Schüler unserer Schule gemeinsam mit dem Ökomobil des Regierungspräsidiums Tübingen auf den Grund.

Für mehrere Biologiegruppen wurde die Rißinsel in Biberach zum Freiluftlabor. Ausgestattet mit Keschern, Messgeräten und Bestimmungshilfen wurde selbst geforscht: Der untersuchte Rißabschnitt wurde kartiert, physikalisch-chemische Parameter wurden bestimmt und die kleinen Lebewesen des Gewässers gesammelt und identifiziert. Gerade diese Tiere sind für die Gewässerökologie besonders interessant. Ihre Zusammensetzung gibt Hinweise auf die Lebensbedingungen im Wasser. Zusammen mit den gemessenen Daten konnten die Schülerinnen und Schüler schließlich die Gewässergüte der Riß beurteilen. Besonders erfreulich: Der vor einigen Jahren renaturierte Bereich entwickelt sich gut und damit in die gewünschte Richtung. Die neu entstandenen Strukturen bieten vielfältige Lebensräume und schaffen gute Voraussetzungen für eine natürliche Entwicklung des Gewässers.

Gleichzeitig zeigten die Untersuchungen auch eine bekannte Herausforderung für die Gewässer in Oberschwaben: Die Belastung mit Nitrat und Phosphat ist weiterhin deutlich erkennbar. Damit wurde anschaulich, dass die Qualität eines Flusses nicht nur von seinem unmittelbaren Zustand, sondern auch von den Einträgen aus seinem gesamten Einzugsgebiet abhängt. Für unsere Schülerinnen und Schüler war der Besuch des Ökomobils vor allem eines: Biologie zum Anfassen. Keschern, messen, bestimmen, auswerten und dabei selbst wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen – das machte nicht nur viel Spaß, sondern zeigte auch, wie spannend ökologische Forschung sein kann. Ein herzliches Dankeschön an das Team des Ökomobils des Regierungspräsidiums Tübingen für diesen abwechslungsreichen und lehrreichen Einblick in die Gewässerökologie!


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