Aufgabenbeispiele von Erwartungswert, Standardabw.
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Erwartungswert, Standardabweichung best.
Beispiel:
Eine Zufallsgröße ist binomialverteilt mit den Parametern n = 28 und p = 0.7
Bestimme den Erwartungswert μ und die Standardabweichung σ von X .
Für Erwartungswert und Standardabweichung bei der Binomialverteilung gibt es ja einfache Formeln, in die man einfach n = 28 und p = 0.7 einsetzen muss:
Erwartungswert E(X) = n ⋅ p = 28 ⋅ 0.7 = 19.6
Standardabweichung S(X) = = = ≈ 2.42
Binomialvert. Abstand vom Erwartungswert
Beispiel:
Ein Würfel wird 63 mal geworfen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der gewürfelten 6er nicht mehr als 20% vom Erwartungswert abweicht?
Den Erwartungswert berechnet man als E=n⋅p=63⋅ = 10.5
Die 20% Abweichung wären dann zwischen 80% von 10.5, also 0.8⋅ 10.5 = 8.4 und 120% von 10.5, also 1.2⋅ 10.5 = 12.6
Da die Trefferzahl ja nicht weiter von 10.5 entfernt sein darf als 8.4 bzw. 12.6, muss sie also zwischen 9 und 12 liegen.
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=63 und p=.
=
(TI-Befehl: binomcdf(63,,12) - binomcdf(63,,8))
Wahrscheinlichkeit von σ-Intervall um μ
Beispiel:
Ein Würfel wird 65 mal geworfen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der gewürfelten 6er nicht mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert abweicht?
Den Erwartungswert berechnet man mit μ = n⋅p = 65⋅ ≈ 10.83,
die Standardabweichung mit σ =
=
≈ 3
13.84 (10.83 + 3) und 7.83 (10.83 - 3) sind also jeweils eine Standardabweichung vom Erwartungswert μ = 10.83 entfernt.
Das bedeutet, dass genau die Zahlen zwischen 8 und 13 nicht mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert entfernt sind.
Gesucht ist also die Wahrscheinlichkeit, dass die Trefferanzahl zwischen 8 und 13 liegt.
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an.
X ist binomialverteilt mit n=65 und p=
(TI-Befehl: binomcdf(65,
Parameter aus Erwartungswert berechnen
Beispiel:
Das Histogramm gehört zu einer binomialverteilten Zufallsgröße X mit ganzzahligem Erwartungswert. Bekannt ist die Einzelwahrscheinlichkeit von X: p =
Bestimme die Stichprobengröße n.
Für den Erwartungswert μ und gilt die Formel: μ = n ⋅ p
Da der Erwartungswert ganzzahlig ist, muss er auch die höchste Wahrscheinlichkeit besitzen, also die höchste Säule im Histogramm haben. Diese ist bei 4. Somit gilt:
4 = n ⋅
n = 18
Histogramm untersuchen
Beispiel:
Eine Zufallsgröße X ist binomialverteilt mit den Parametern n = 15 und p = 0.8.
Eines der 4 abgebildeten Histogramme bildet die Wahrscheinlichkeitsverteilung von X ab.
Finde bei den drei anderen den Grund, warum sie nicht das zugehörige Histogramm sein können und entscheide Dich dann für das richtige.
Histogramm B
Histogramm A
Histogramm D
Histogramm C
Histogramm A kann nicht das richtige sein, weil dort an der Stelle k = 16 eine Säule mit einer Wahrscheinlichkeit > 0 zu erkennen ist. Die Wahrscheinlichkeit für 16 Treffer bei 15 Zufallsversuchen muss aber null sein.
Histogramm B kann nicht das richtige sein, weil der höchste Wert der Verteilung dieses Histogramms bei 10 liegt, der Erwartungswert von X aber E(X) = n ⋅ p = 15 ⋅ 0.8 = 12 liegt und dieser liegt ja nie mehr als 1 von der höchsten Säule (die Anzahl mit der höchsten Wahrscheinlichkeit) entfernt.
Histogramm D kann nicht das richtige sein, weil dort schon alleine die Summe der drei größten Werte 0.5 + 0.5+ 0.34 ≈ 1.34 > 1 (also über 100%) ist, was ja aber bei einer Wahrscheinlichkeitsverteilung unmöglich ist.
Also kann nur das Histogramm C das richtige sein.
Erwartungswert, Standardabweichung allgemein
Beispiel:
Die Tabelle unten zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße X (die NICHT binomialverteilt ist).
Berechne den Erwartungswert und die Standardabweichung dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung.
| Zufallsgröße X | 8 | 11 | 15 |
| P(X) | 0,7 | 0,1 | 0,2 |
Erwartungswert
Wir berechnen zuerst den Erwartungswert mit der allgemeinen Formel:
E(X) = P(X=8)⋅8 + P(X=11)⋅11 + P(X=15)⋅15
= 0,7⋅8 + 0,1⋅11 + 0,2⋅15
= 5,6 + 1,1 + 3
= 9,7
Standardabweichung
Da die Standardabweichung ja die Wurzel aus der Varianz ist, berechnen wir erst die Varianz von X:
Dazu addieren wir jeweils den Abstand vom Erwartungswert zum Quadrat - multipliziert mit der zugehörigen Wahrscheinlichkeit.
Var(X) = P(X=8)⋅(9,7-8)2 + P(X=11)⋅(9,7-11)2 + P(X=15)⋅(9,7-15)2
= 0,7⋅(1,7)2 + 0,1⋅(-1,3)2 + 0,2⋅(-5,3)2
= 0,7⋅2,89 + 0,1⋅1,69 + 0,2⋅28,09
= 2,023 + 0,169 + 5,618
= 7.81
Somit gilt für die Standardabweichung:
σ =
Erwartungsw., Standardabw. aus Histogramm
Beispiel:
Das Histogramm in der Abbildung zeigt die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer Zufallsgröße X (die NICHT binomialverteilt ist).
Berechne den Erwartungswert und die Standardabweichung dieser Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Erwartungswert
Wir berechnen zuerst den Erwartungswert mit der allgemeinen Formel:
E(X) = P(X=0)⋅0 + P(X=1)⋅1 + P(X=2)⋅2 + P(X=3)⋅3
= 0.4⋅0 + 0.1⋅1 + 0.2⋅2 + 0.3⋅3
= 0 + 0.1 + 0.4 + 0.9
= 1.4
Standardabweichung
Da die Standardabweichung ja die Wurzel aus der Varianz ist, berechnen wir erst die Varianz von X:
Dazu addieren wir jeweils den Abstand vom Erwartungswert zum Quadrat - multipliziert mit der zugehörigen Wahrscheinlichkeit.
Var(X) = P(X=0)⋅(1.4-0)2 + P(X=1)⋅(1.4-1)2 + P(X=2)⋅(1.4-2)2 + P(X=3)⋅(1.4-3)2
= 0.4⋅(1.4)2 + 0.1⋅(0.4)2 + 0.2⋅(-0.6)2 + 0.3⋅(-1.6)2
= 0.4⋅1.96 + 0.1⋅0.16 + 0.2⋅0.36 + 0.3⋅2.56
= 0.784 + 0.016 + 0.072 + 0.768
= 1.64
Somit gilt für die Standardabweichung:
σ =
