Aufgabenbeispiele von Wiederholung aus 9/10
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Binomialvert. mit variablem n (höchst.)
Beispiel:
Der Starspieler der gegnerischen Basketballmannschaft hat bei Freiwürfen eine Trefferquote von p=0,8. Wie oft darf man ihn höchstens foulen und an die Freiwurflinie schicken, wenn man ihn mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 50% nicht über 33 Freiwurfpunkte kommen lassen will?
| n | P(X≤k) |
|---|---|
| ... | ... |
| 41 | 0.5931 |
| 42 | 0.4691 |
| ... | ... |
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der getroffenen Freiwürfe an und ist im Idealfall binomialverteilt mit p = 0.8 und variablem n.
Es muss gelten: ≥ 0.5
Jetzt müssen wir eben so lange mit verschiedenen Werten von n probieren, bis diese Gleichung erstmals erfüllt wird:
Dabei stellt sich nun natürlich die Frage, mit welchem Wert für n wir dabei beginnen. Im Normalfall enden 80% der Versuche mit einem Treffer. Also müssten dann doch bei ≈ 41 Versuchen auch ungefähr 33 (≈0.8⋅41) Treffer auftreten.
Wir berechnen also mit unserem ersten n=41:
≈ 0.5931
(TI-Befehl: Binomialcdf ...)
Je nachdem, wie weit nun dieser Wert noch von den gesuchten 0.5 entfernt ist, erhöhen bzw. verkleinern wir das n eben in größeren oder kleineren Schrittweiten.
Dies wiederholen wir solange, bis wir zwei aufeinanderfolgende Werte von n gefunden haben, bei denen die 0.5 überschritten wird.
Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei n=41 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 50% ist.
kumulierte Binomialverteilung
Beispiel:
Bei einem Glücksrad ist die Wahrscheinlichkeit im grünen Bereich zu landen bei p=0,55. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bei 63 Versuchen höchstens 30 mal im grünen Bereich zu landen?
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=63 und p=0.55.
= + + +... + = 0.14670122474886 ≈ 0.1467(TI-Befehl: binomcdf(63,0.55,30))
Binomialvert. mit variablem p (diskret)
Beispiel:
In einer Urne sind 5 rote und einige schwarze Kugeln. Es soll 25 mal mit Zurücklegen gezogen werden. Wie viele schwarze Kugeln dürfen in der Urne höchstens sein, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70% unter den 25 gezogenen Kugeln nicht mehr als 24 schwarze sind?
| p | P(X≤24) |
|---|---|
| ... | ... |
| 0.9998 | |
| 0.9997 | |
| 0.9995 | |
| 0.9992 | |
| 0.9989 | |
| 0.9984 | |
| 0.9978 | |
| 0.9971 | |
| 0.9962 | |
| 0.9952 | |
| 0.994 | |
| 0.9927 | |
| 0.9912 | |
| 0.9895 | |
| 0.9877 | |
| 0.9857 | |
| 0.9836 | |
| 0.9813 | |
| 0.9788 | |
| 0.9762 | |
| 0.9735 | |
| 0.9706 | |
| 0.9676 | |
| 0.9645 | |
| 0.9613 | |
| 0.9579 | |
| 0.9545 | |
| 0.951 | |
| 0.9474 | |
| 0.9437 | |
| 0.9399 | |
| 0.9361 | |
| 0.9322 | |
| 0.9282 | |
| 0.9242 | |
| 0.9201 | |
| 0.916 | |
| 0.9119 | |
| 0.9077 | |
| 0.9035 | |
| 0.8993 | |
| 0.895 | |
| 0.8907 | |
| 0.8864 | |
| 0.8821 | |
| 0.8778 | |
| 0.8735 | |
| 0.8691 | |
| 0.8648 | |
| 0.8605 | |
| 0.8561 | |
| 0.8518 | |
| 0.8475 | |
| 0.8432 | |
| 0.8389 | |
| 0.8346 | |
| 0.8303 | |
| 0.826 | |
| 0.8218 | |
| 0.8176 | |
| 0.8133 | |
| 0.8091 | |
| 0.805 | |
| 0.8008 | |
| 0.7967 | |
| 0.7925 | |
| 0.7885 | |
| 0.7844 | |
| 0.7803 | |
| 0.7763 | |
| 0.7723 | |
| 0.7683 | |
| 0.7644 | |
| 0.7604 | |
| 0.7565 | |
| 0.7527 | |
| 0.7488 | |
| 0.745 | |
| 0.7412 | |
| 0.7374 | |
| 0.7337 | |
| 0.73 | |
| 0.7263 | |
| 0.7226 | |
| 0.719 | |
| 0.7154 | |
| 0.7118 | |
| 0.7082 | |
| 0.7047 | |
| ... | ... |
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der gezogenen Kugeln mit der Farbe schwarz an. X ist binomialverteilt mit n=25 und unbekanntem Parameter p.
Es muss gelten: = 0.7 (oder mehr)
Wir wissen, dass der Nenner bei unserer Einzelwahrscheinlichkeit p immer um 5 größer sein muss als der Zähler.
Deswegen erhöhen wir nun schrittweise immer den Zähler und Nenner bei der Einzelwahrscheinlichkeit um 1 und probieren aus, wie sich das auf die gesuchte Wahrscheinlichkeit ('höchstens 24 Treffer bei 25 Versuchen') auswirkt (siehe Tabelle links)
Als Startwert wählen wir als p=. (Durch Ausprobieren erkennt man, dass vorher die Wahrscheinlichkeit immer fast 1 ist)
In dieser Tabelle erkennen wir, dass letztmals bei der Einzelwahrscheinlichkeit p= die gesuchte
Wahrscheinlichkeit über 70% bleibt.
Die Anzahl der schwarzen Kugeln, die hinzugefügt wird, darf also höchstens 99 sein.
Binomialvert. mit variabl. p (höchstens) nur GTR
Beispiel:
Ein Promi macht Urlaub in einem Ferienclub. Dort sind noch weitere 53 Gäste. Wie groß darf der Bekanntheitsgrad des Promis höchstens sein, dass ihn mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 90% nicht mehr als 26 erkennen und dumm anlabern?
| p | P(X≤k) |
|---|---|
| ... | ... |
| 0.36 | 0.9817 |
| 0.37 | 0.9735 |
| 0.38 | 0.9626 |
| 0.39 | 0.9484 |
| 0.4 | 0.9303 |
| 0.41 | 0.9078 |
| 0.42 | 0.8806 |
| ... | ... |
Es muss gelten: =0.9 (oder mehr)
Diese Gleichung gibt man also in den GTR als Funktion ein, wobei das variable p eben als X gesetzt werden muss.
(TI-Befehl: y1=binomcdf(53,X,26) - dabei darauf achten, dass X nur zwischen 0 und 1 sein darf -
bei TblSet sollte deswegen Δtable auf 0.01 gesetzt werden)
Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei p=0.41 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 0.9 ist.
Binomialverteilung X ∈ [l;k]
Beispiel:
Ein Zufallsexperiment wird 51 mal wiederholt. Jedesmal beträgt die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer p=0,35.Wie groß ist dabei die Wahrscheinlichkeit, mindestens 20, aber höchstens 21 Treffer zu erzielen?
Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=51 und p=0.35.
=
(TI-Befehl: binomcdf(51,0.35,21) - binomcdf(51,0.35,19))
Erwartungswert, Standardabweichung best.
Beispiel:
Eine Zufallsgröße ist binomialverteilt mit den Parametern n = 21 und p = 0.55
Bestimme den Erwartungswert μ und die Standardabweichung σ von X .
Für Erwartungswert und Standardabweichung bei der Binomialverteilung gibt es ja einfache Formeln, in die man einfach n = 21 und p = 0.55 einsetzen muss:
Erwartungswert E(X) = n ⋅ p = 21 ⋅ 0.55 = 11.55
Standardabweichung S(X) = = = ≈ 2.28
