Aufgabenbeispiele von Wiederholung aus 9/10

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Binomialvert. mit variablem n (höchst.)

Beispiel:

Beim MI6 (Arbeitsplatz von James Bond 007) soll eine Projektgruppe zur Aushebung einer multinationalen Superschurkenvereinigung eingerichtet werden. Bisherige Studien haben ergeben, dass diese kriminelle Vereinigung bereits alle wichtigen Regierungsbehörden infiltriert hat. Man geht davon aus, dass bereits jeder 50. MI6-Angestellte ein Spitzel dieser Organisiation ist. Wie groß darf diese Gruppe nun sein, so dass mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 80% kein Spitzel in dieser Projektgruppe ist?

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nP(X≤k)
......
60.8858
70.8681
80.8508
90.8337
100.8171
110.8007
120.7847
......

Die Zufallsgröße X gibt Anzahl der Spitzel unter den MI6-Angestellten an und ist im Idealfall binomialverteilt mit p = 0.02 und variablem n.

Es muss gelten: P0.02n (X0) ≥ 0.8

Jetzt müssen wir eben so lange mit verschiedenen Werten von n probieren, bis diese Gleichung erstmals erfüllt wird:

Dabei stellt sich nun natürlich die Frage, mit welchem Wert für n wir dabei beginnen. Im Normalfall enden 2% der Versuche mit einem Treffer. Also müssten dann doch bei 0 0.02 ≈ 0 Versuchen auch ungefähr 0 (≈0.02⋅0) Treffer auftreten.

Wir berechnen also mit unserem ersten n=0:
P0.02n (X0) ≈ 1 (TI-Befehl: Binomialcdf ...)

Je nachdem, wie weit nun dieser Wert noch von den gesuchten 0.8 entfernt ist, erhöhen bzw. verkleinern wir das n eben in größeren oder kleineren Schrittweiten.

Dies wiederholen wir solange, bis wir zwei aufeinanderfolgende Werte von n gefunden haben, bei denen die 0.8 überschritten wird.

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei n=11 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 80% ist.

Binomialverteilung X>=k

Beispiel:

Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von p=0,72. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass er von 70 Versuchen mindestens 51 trifft?

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Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=70 und p=0.72.

...
48
49
50
51
52
53
...

P0.7270 (X51) = 1 - P0.7270 (X50) = 0.4972
(TI-Befehl: 1-binomcdf(70,0.72,50))

Binomialvert. mit variablem p (diskret)

Beispiel:

In einer Urne sind 4 rote und einige schwarze Kugeln. Es soll 25 mal mit Zurücklegen gezogen werden. Wie viele schwarze Kugeln dürfen in der Urne höchstens sein, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 70% unter den 25 gezogenen Kugeln nicht mehr als 24 schwarze sind?

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pP(X≤24)
......
10 14 0.9998
11 15 0.9996
12 16 0.9992
13 17 0.9988
14 18 0.9981
15 19 0.9973
16 20 0.9962
17 21 0.9949
18 22 0.9934
19 23 0.9916
20 24 0.9895
21 25 0.9872
22 26 0.9846
23 27 0.9818
24 28 0.9788
25 29 0.9755
26 30 0.9721
27 31 0.9684
28 32 0.9645
29 33 0.9605
30 34 0.9562
31 35 0.9519
32 36 0.9474
33 37 0.9427
34 38 0.938
35 39 0.9332
36 40 0.9282
37 41 0.9232
38 42 0.9181
39 43 0.9129
40 44 0.9077
41 45 0.9024
42 46 0.8971
43 47 0.8918
44 48 0.8864
45 49 0.881
46 50 0.8756
47 51 0.8702
48 52 0.8648
49 53 0.8594
50 54 0.854
51 55 0.8486
52 56 0.8432
53 57 0.8378
54 58 0.8325
55 59 0.8271
56 60 0.8218
57 61 0.8165
58 62 0.8112
59 63 0.806
60 64 0.8008
61 65 0.7956
62 66 0.7905
63 67 0.7854
64 68 0.7803
65 69 0.7753
66 70 0.7703
67 71 0.7654
68 72 0.7604
69 73 0.7556
70 74 0.7507
71 75 0.7459
72 76 0.7412
73 77 0.7365
74 78 0.7318
75 79 0.7272
76 80 0.7226
77 81 0.7181
78 82 0.7136
79 83 0.7091
80 84 0.7047
81 85 0.7003
82 86 0.696
......

Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der gezogenen Kugeln mit der Farbe schwarz an. X ist binomialverteilt mit n=25 und unbekanntem Parameter p.

Es muss gelten: Pp25 (X24) = 0.7 (oder mehr)

Wir wissen, dass der Nenner bei unserer Einzelwahrscheinlichkeit p immer um 4 größer sein muss als der Zähler.

Deswegen erhöhen wir nun schrittweise immer den Zähler und Nenner bei der Einzelwahrscheinlichkeit um 1 und probieren aus, wie sich das auf die gesuchte Wahrscheinlichkeit Pp25 (X24) ('höchstens 24 Treffer bei 25 Versuchen') auswirkt (siehe Tabelle links)

Als Startwert wählen wir als p= 10 14 . (Durch Ausprobieren erkennt man, dass vorher die Wahrscheinlichkeit immer fast 1 ist)

In dieser Tabelle erkennen wir, dass letztmals bei der Einzelwahrscheinlichkeit p= 81 85 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 70% bleibt.
Die Anzahl der schwarzen Kugeln, die hinzugefügt wird, darf also höchstens 81 sein.

Binomialvert. mit variabl. p (höchstens) nur GTR

Beispiel:

Eine Produktionsstätte für HighTech-Chips hat Probleme mit der Qualitätssicherung. Ein Großhändler nimmt die übliche Liefermenge von 63 Stück nur an, wenn nicht mehr als 32 Teile defekt sind. Wie hoch darf der Prozentsatz der fehlerhaften Teile höchstens sein, dass eine Lieferung mit einer Wahrscheinlichkeit von mind. 90% angenommen werden.

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pP(X≤k)
......
0.380.9859
0.390.9787
0.40.9687
0.410.9553
0.420.9377
0.430.9151
0.440.8872
......

Es muss gelten: Pp63 (X32) =0.9 (oder mehr)

Diese Gleichung gibt man also in den GTR als Funktion ein, wobei das variable p eben als X gesetzt werden muss.
(TI-Befehl: y1=binomcdf(63,X,32) - dabei darauf achten, dass X nur zwischen 0 und 1 sein darf - bei TblSet sollte deswegen Δtable auf 0.01 gesetzt werden)

Aus der Werte-Tabelle (siehe links) erkennt man dann, dass letztmals bei p=0.43 die gesuchte Wahrscheinlichkeit über 0.9 ist.

Binomialverteilung X>=k

Beispiel:

Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von p=0,83. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass er von 30 Versuchen mehr als 23 trifft?

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Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=30 und p=0.83.

...
21
22
23
24
25
26
...

P0.8330 (X>23) = P0.8330 (X24) = 1 - P0.8330 (X23) = 0.761
(TI-Befehl: 1-binomcdf(30,0.83,23))

Wahrscheinlichkeit von σ-Intervall um μ

Beispiel:

Ein Basketballspieler hat eine Trefferquote von p=30%. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass bei 48 Versuchen die Anzahl seiner Treffer um nicht mehr als eine Standardabweichung von seinem Erwartungswert abweicht?

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Den Erwartungswert berechnet man mit μ = n⋅p = 48⋅0.3 ≈ 14.4,
die Standardabweichung mit σ = n p (1-p) = 48 0.3 0.7 ≈ 3.17

17.57 (14.4 + 3.17) und 11.23 (14.4 - 3.17) sind also jeweils eine Standardabweichung vom Erwartungswert μ = 14.4 entfernt.

Das bedeutet, dass genau die Zahlen zwischen 12 und 17 nicht mehr als eine Standardabweichung vom Erwartungswert entfernt sind.

Gesucht ist also die Wahrscheinlichkeit, dass die Trefferanzahl zwischen 12 und 17 liegt.

Die Zufallsgröße X gibt die Anzahl der Treffer an. X ist binomialverteilt mit n=48 und p=0.3.

P0.348 (12X17) =

...
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
...

P0.348 (X17) - P0.348 (X11) ≈ 0.8359 - 0.1814 ≈ 0.6545
(TI-Befehl: binomcdf(48,0.3,17) - binomcdf(48,0.3,11))