Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 4 ( 3x -5 ) 4 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 2s hat er bereits 5 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 4 Sekunden?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 2 und 4:
2 4 4 ( 3x -5 ) 4 x
= 2 4 4 ( 3x -5 ) -4 x

= [ - 4 9 ( 3x -5 ) -3 ] 2 4

= [ - 4 9 ( 3x -5 ) 3 ] 2 4

= - 4 9 ( 34 -5 ) 3 + 4 9 ( 32 -5 ) 3

= - 4 9 ( 12 -5 ) 3 + 4 9 ( 6 -5 ) 3

= - 4 9 7 3 + 4 9 1 3

= - 4 9 ( 1 343 ) + 4 9 1

= - 4 3087 + 4 9

= - 4 3087 + 1372 3087

= 152 343


≈ 0,443
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 2 und der Änderung zwischen 2 und 4 zusammen:
B = 5 + 152 343 = 1867 343 ≈ 5.44

Integralanwendungen

Beispiel:

Aus einem Wasserhahn läuft Wasser mit der Auslaufgeschwindigkeit f(x)= 5 2x -5 (in Liter pro Minute) in einen Wassertank. Nach 21 2 Minuten sind 15 Liter im Tank. Wieviel Liter sind nach 15 Minuten darin?

Lösung einblenden
Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 21 2 und 15:
21 2 15 5 2x -5 x
= 21 2 15 5 ( 2x -5 ) 1 2 x

= [ 5 3 ( 2x -5 ) 3 2 ] 21 2 15

= [ 5 3 ( 2x -5 ) 3 ] 21 2 15

= 5 3 ( 215 -5 ) 3 - 5 3 ( 2( 21 2 ) -5 ) 3

= 5 3 ( 30 -5 ) 3 - 5 3 ( 21 -5 ) 3

= 5 3 ( 25 ) 3 - 5 3 ( 16 ) 3

= 5 3 5 3 - 5 3 4 3

= 5 3 125 - 5 3 64

= 625 3 - 320 3

= 305 3


≈ 101,667
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 21 2 und der Änderung zwischen 21 2 und 15 zusammen:
B = 15 + 305 3 = 350 3 ≈ 116.67

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 1 so, dass 1 u -10x x = -6,25

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1 u -10x x

= [ -5 x 2 ] 1 u

= -5 u 2 +5 1 2

= -5 u 2 +51

= -5 u 2 +5

Diese Integralfunktion soll ja den Wert -6,25 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

-5 u 2 +5 = -6,25 | -5
-5 u 2 = -11,25 |: ( -5 )
u 2 = 2,25 | 2
u1 = - 2,25 = -1,5
u2 = 2,25 = 1,5

Da u= -1,5 < 1 ist u= 1,5 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Die Temperatur an einem Wintertag kann näherungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 3 sin( 2x + 3 2 π) beschrieben werden. Bestimme die Durchschnittstemperatur zwischen 1 2 π und 3 2 π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 3 2 π - 1 2 π 1 2 π 3 2 π 3 sin( 2x + 3 2 π) x

= 1 π [ - 3 2 cos( 2x + 3 2 π) ] 1 2 π 3 2 π

= 1 π · ( - 3 2 cos( 2( 3 2 π ) + 3 2 π) + 3 2 cos( 2( 1 2 π ) + 3 2 π) )

= 1 π · ( - 3 2 cos( 9 2 π) + 3 2 cos( 5 2 π) )

= 1 π · ( - 3 2 0 + 3 2 0 )

= 1 π · ( 0+0 )

= 1 π · 0

= 0

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= - 2 -2x +1 schließt mit der x-Achse und der Geraden x=2 eine nach rechts offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= 2 u - 2 -2x +1 x
= 2 u -2 ( -2x +1 ) -1 x

= [ ln( | -2x +1 | ) ] 2 u

= ln( | -2( u ) +1 | ) - ln( | -22 +1 | )

= ln( | -2u +1 | ) - ln( | -4 +1 | )

= ln( | -2u +1 | ) - ln( 3 )

Für u → ∞ gilt: A(u) = - ln( 3 ) + ln( | -2x +1 | )

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= 2 sin( 1 4 π t ) beschreibt die Zu- bzw. Abflussrate von Wasser in einen Wassertank (f(t) in m³/min, t in Minuten nach Beobachtungsbeginn). Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Wassermenge im Tank beträgt im abgebildeten Zeitraum 40 m³. Bestimme die Wassermenge im Tank zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

Wir wissen, dass bei der Sinus-Funktion die fallende Nullstelle nach einer halben Periode ist.
Die Periode von f ist p = 2π 1 4 π = 8. Somit ist die fallende Nullstelle nach einer halben Periode bei t = 4.

Da beim Sinus die Teilflächen über und unter der x-Achse gleich groß sind, wird dieser maximale Bestand zwar noch zu anderen Zeitpunkten erreicht, aber nie übertroffen.

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 4 der Bestand (Wassermenge im Tank) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 4 2 sin( 1 4 π t ) t

= [ - 2 0,7854 cos( 1 4 π t ) ] 0 4

= - 2 0,7854 cos( 1 4 π · 4 ) + 2 0,7854 cos( 1 4 π · 0)

= - 2 0,7854 cos(π) + 2 0,7854 cos(0)

= - 2 0,7854 ( -1 ) + 2 0,7854 1

= 2,5465 +2,5465

= 5,093


≈ 5,093

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 5,093 m³

Wenn der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) aber 40 m³ ist müssen ja zu Beginn bereits 40 m³ - 5,093 m³ ≈ 34,907 m³ vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Wassermenge im Tank betrug demnach B0 = 34,907 m³.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Ein Wassertank hat einen Zu- und einen Abfluss. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Zuflussrate in Liter pro Minute, der rote Graph die momentane Abflussrate (Liter pro Minute). Die x-Achse zeigt die Zeit in Minuten nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Minuten nach Beobachtungsbeginn.
  1. Der geringste Inhalt an Litern Wasser im abgebildeten Zeitraum sind ca. 13,8. Bestimme den Inhalt des Tanks in Litern Wasser bei Beobachtungsbeginn.
  2. Nach wie vielen Minuten ist am meisten Wasser im Tank?

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 1 die Zuflussrate über der Abflussrate liegt, so dass hier das Wasservolumen zunimmt.

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Von 1 bis 9 liegt dann die Abflussrate über der Zuflussrate, so dass hier das Wasservolumen abnimmt.

Von 9 bis 10 liegt dann wieder die Zuflussrate über der Abflussrate, so dass hier das Wasservolumen wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 1: ca. 0.5 Liter
von 1 bis 9: ca. -10.7 Liter

von 9 bis 10: ca. 0.5 Liter

  1. Anfangsbestand

    Da das Wasservolumen zwischen t = 0 und seinem Tiefstand bei t = 9 (bevor es danach wieder zunimmt) erst 0.5 Liter zu- und dann wieder 10.7 Liter abgenommen hat, also insgesamt um |0.5-10.7| = 10.2 Liter weniger wurde, muss es beim Beobachtungsbeginn t = 0 bereits 13.8+10.2 = 24 Liter betragen haben.

  2. Zeitpunkt des größten Bestands

    Nachdem das Wasservolumen zwischen t = 0 und t = 1 zugenommen hat, ist die Abnahme zwischen t = 1 und t = 9 jedoch größer als der Zuwachs zwischen t = 9 und t = 10, so dass der Höchststand von t = 1 nicht wieder erreicht wird.
    Somit wird das Wasservolumen bei t = 1 min maximal.