Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 6 ( 2x -2 ) 3 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 3s hat er bereits 14 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 5 Sekunden?

Lösung einblenden
Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 3 und 5:
3 5 6 ( 2x -2 ) 3 x
= 3 5 6 ( 2x -2 ) -3 x

= [ - 3 2 ( 2x -2 ) -2 ] 3 5

= [ - 3 2 ( 2x -2 ) 2 ] 3 5

= - 3 2 ( 25 -2 ) 2 + 3 2 ( 23 -2 ) 2

= - 3 2 ( 10 -2 ) 2 + 3 2 ( 6 -2 ) 2

= - 3 2 8 2 + 3 2 4 2

= - 3 2 ( 1 64 ) + 3 2 ( 1 16 )

= - 3 128 + 3 32

= - 3 128 + 12 128

= 9 128


≈ 0,07
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 3 und der Änderung zwischen 3 und 5 zusammen:
B = 14 + 9 128 = 1801 128 ≈ 14.07

Integralanwendungen

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 2 x -1 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 17 s hat er bereits 3 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 26 Sekunden?

Lösung einblenden
Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 17 und 26:
17 26 2 x -1 x
= 17 26 2 ( x -1 ) 1 2 x

= [ 4 3 ( x -1 ) 3 2 ] 17 26

= [ 4 3 ( x -1 ) 3 ] 17 26

= 4 3 ( 26 -1 ) 3 - 4 3 ( 17 -1 ) 3

= 4 3 ( 25 ) 3 - 4 3 ( 16 ) 3

= 4 3 5 3 - 4 3 4 3

= 4 3 125 - 4 3 64

= 500 3 - 256 3

= 244 3


≈ 81,333
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 17 und der Änderung zwischen 17 und 26 zusammen:
B = 3 + 244 3 = 253 3 ≈ 84.33

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 2 so, dass 2 u -4x x = -10

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2 u -4x x

= [ -2 x 2 ] 2 u

= -2 u 2 +2 2 2

= -2 u 2 +24

= -2 u 2 +8

Diese Integralfunktion soll ja den Wert -10 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

-2 u 2 +8 = -10 | -8
-2 u 2 = -18 |: ( -2 )
u 2 = 9 | 2
u1 = - 9 = -3
u2 = 9 = 3

Da u= -3 < 2 ist u= 3 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Bestimme den Mittelwert der Funktionswerte von f mit f(x)= 2 sin( 2x + 3 2 π) zwischen 1 2 π und 3 2 π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 3 2 π - 1 2 π 1 2 π 3 2 π 2 sin( 2x + 3 2 π) x

= 1 π [ - cos( 2x + 3 2 π) ] 1 2 π 3 2 π

= 1 π · ( - cos( 2( 3 2 π ) + 3 2 π) + cos( 2( 1 2 π ) + 3 2 π) )

= 1 π · ( - cos( 9 2 π) + cos( 5 2 π) )

= 1 π · ( -0 +0 )

= 0

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= 2 ( 2x -5 ) 3 schließt mit der x-Achse und der Geraden x=3 eine nach rechts offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= 3 u 2 ( 2x -5 ) 3 x
= 3 u 2 ( 2x -5 ) -3 x

= [ - 1 2 ( 2x -5 ) -2 ] 3 u

= [ - 1 2 ( 2x -5 ) 2 ] 3 u

= - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2 ( 23 -5 ) 2

= - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2 ( 6 -5 ) 2

= - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2 1 2

= - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2 1

= - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2

Für u → ∞ gilt: A(u) = - 1 2 ( 2u -5 ) 2 + 1 2 0 + 1 2 = 1 2 ≈ 0.5

Für den Flächeninhalt (immer positiv) gilt also I = 0.5

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= e -0,2t +1 -1 beschreibt die Zu- bzw. Abflussrate von Wasser in einen Wassertank (f(t) in m³/min, t in Minuten nach Beobachtungsbeginn). Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Wassermenge im Tank beträgt im abgebildeten Zeitraum 60 m³. Bestimme die Wassermenge im Tank zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

e -0,2t +1 -1 = 0 | +1
e -0,2t +1 = 1 |ln(⋅)
-0,2t +1 = 0
-0,2t +1 = 0 | -1
-0,2t = -1 |:(-0,2 )
t = 5

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 5 der Bestand (Wassermenge im Tank) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 5 ( e -0,2t +1 -1 ) t

= [ -5 e -0,2x +1 - x ] 0 5

= -5 e -0,25 +1 - 5 - ( -5 e -0,20 +1 - 0 )

= -5 e -1 +1 -5 - ( -5 e 0 +1 +0)

= -5 e 0 -5 - ( -5 e 1 +0)

= -5 -5 - (-5e+0)

= -10 +5e


≈ 3,591

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 3,591 m³

Wenn der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) aber 60 m³ ist müssen ja zu Beginn bereits 60 m³ - 3,591 m³ ≈ 56,409 m³ vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Wassermenge im Tank betrug demnach B0 = 56,409 m³.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Ein Wassertank hat einen Zu- und einen Abfluss. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Zuflussrate in Liter pro Minute, der rote Graph die momentane Abflussrate (Liter pro Minute). Die x-Achse zeigt die Zeit in Minuten nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Minuten nach Beobachtungsbeginn.
  1. Nach wie vielen Minuten ist am wenigsten Wasser im Tank?
  2. Bei Beobachtungsbeginn sind ca. 31,9 Liter Wasser im Tank. Bestimme den kleinstmöglichen Inhalt an Liter Wasser im abgebildeten Zeitraum.

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 1 die Zuflussrate über der Abflussrate liegt, so dass hier das Wasservolumen zunimmt.

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Von 1 bis 7 liegt dann die Abflussrate über der Zuflussrate, so dass hier das Wasservolumen abnimmt.

Von 7 bis 10 liegt dann wieder die Zuflussrate über der Abflussrate, so dass hier das Wasservolumen wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 1: ca. 1.1 Liter
von 1 bis 7: ca. -12 Liter

von 7 bis 10: ca. 12 Liter

  1. Zeitpunkt des kleinsten Bestands

    Da zwischen 0 und 1 weniger Zuwachs abzulesen ist als die Abnahme zwischen 1 und 7, ist der Zeitpunkt mit dem geringsten Bestand wenn die Zuwachsrate wieder größer wird als die Abnahmerate, also bei t = 7 min.

  2. kleinster Bestand

    Da das Wasservolumen zwischen t = 0 und t = 7 erst 1.1 Liter zu- und dann wieder 12 Liter abgenommen hat, muss der geringste Bestand zum Zeitpunkt t =7 sein (bevor es danach wieder zunimmt). Für diesen minimalen Bestand gilt dann:
    B7 = 31.9+1.1-12 = 21 Liter .