Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 6 ( 3x -5 ) 2 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 2s hat er bereits 9 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 5 Sekunden?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 2 und 5:
2 5 6 ( 3x -5 ) 2 x
= 2 5 6 ( 3x -5 ) -2 x

= [ -2 ( 3x -5 ) -1 ] 2 5

= [ - 2 3x -5 ] 2 5

= - 2 35 -5 + 2 32 -5

= - 2 15 -5 + 2 6 -5

= - 2 10 + 2 1

= -2( 1 10 ) +21

= - 1 5 +2

= - 1 5 + 10 5

= 9 5


= 1,8
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 2 und der Änderung zwischen 2 und 5 zusammen:
B = 9 + 9 5 = 54 5 ≈ 10.8

Integralanwendungen

Beispiel:

Aus einem Wasserhahn läuft Wasser mit der Auslaufgeschwindigkeit f(x)= 5 e 2x -3 (in Liter pro Minute) in einen Wassertank. Nach 0 Minuten sind 15 Liter im Tank. Wieviel Liter sind nach 3 Minuten darin?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 0 und 3:
0 3 5 e 2x -3 x

= [ 5 2 e 2x -3 ] 0 3

= 5 2 e 23 -3 - 5 2 e 20 -3

= 5 2 e 6 -3 - 5 2 e 0 -3

= 5 2 e 3 - 5 2 e -3


≈ 50,089
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 0 und der Änderung zwischen 0 und 3 zusammen:
B = 15 + 5 2 e 3 - 5 2 e -3 ≈ 65.09

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 3 so, dass 3 u ( -6x -4 ) x = -301

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3 u ( -6x -4 ) x

= [ -3 x 2 -4x ] 3 u

= -3 u 2 -4u - ( -3 3 2 -43 )

= -3 u 2 -4u - ( -39 -12 )

= -3 u 2 -4u - ( -27 -12 )

= -3 u 2 -4u -1 · ( -39 )

= -3 u 2 -4u +39

Diese Integralfunktion soll ja den Wert -301 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

-3 u 2 -4u +39 = -301 | +301

-3 u 2 -4u +340 = 0

eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

u1,2 = +4 ± ( -4 ) 2 -4 · ( -3 ) · 340 2( -3 )

u1,2 = +4 ± 16 +4080 -6

u1,2 = +4 ± 4096 -6

u1 = 4 + 4096 -6 = 4 +64 -6 = 68 -6 = - 34 3 ≈ -11.33

u2 = 4 - 4096 -6 = 4 -64 -6 = -60 -6 = 10

Da u= - 34 3 < 3 ist u= 10 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Die Temperatur an einem Wintertag kann näherungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 5 cos( 2x - 1 2 π) beschrieben werden. Bestimme die Durchschnittstemperatur zwischen 1 2 π und π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 π - 1 2 π 1 2 π π 5 cos( 2x - 1 2 π) x

= 2 π [ 5 2 sin( 2x - 1 2 π) ] 1 2 π π

= 2 π · ( 5 2 sin( 2π - 1 2 π) - 5 2 sin( 2( 1 2 π ) - 1 2 π) )

= 2 π · ( 5 2 sin( 3 2 π) - 5 2 sin( 1 2 π) )

= 2 π · ( 5 2 ( -1 ) - 5 2 1 )

= 2 π · ( - 5 2 - 5 2 )

= 2 π · ( -5 )

= - 10 π


≈ -3,183

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= - 2 -x +3 schließt mit der x-Achse und der Geraden x=4 eine nach rechts offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= 4 u - 2 -x +3 x
= 4 u -2 ( -x +3 ) -1 x

= [ 2 ln( | -x +3 | ) ] 4 u

= 2 ln( | -( u ) +3 | ) -2 ln( | -4 +3 | )

= 2 ln( | -u +3 | ) -2 ln( | -4 +3 | )

= 2 ln( | -u +3 | ) -2 ln( 1 )

= 2 ln( | -u +3 | ) +0

= 2 ln( | -x +3 | )

Für u → ∞ gilt: A(u) = 2 ln( | -x +3 | )

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= 4 sin( 1 8 π t ) beschreibt die Zu- bzw. Abflussrate von Wasser in einen Wassertank (f(t) in m³/min, t in Minuten nach Beobachtungsbeginn). Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Wassermenge im Tank beträgt im abgebildeten Zeitraum 40 m³. Bestimme die Wassermenge im Tank zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

Wir wissen, dass bei der Sinus-Funktion die fallende Nullstelle nach einer halben Periode ist.
Die Periode von f ist p = 2π 1 8 π = 16. Somit ist die fallende Nullstelle nach einer halben Periode bei t = 8.

Da beim Sinus die Teilflächen über und unter der x-Achse gleich groß sind, wird dieser maximale Bestand zwar noch zu anderen Zeitpunkten erreicht, aber nie übertroffen.

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 8 der Bestand (Wassermenge im Tank) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 8 4 sin( 1 8 π t ) t

= [ - 4 0,3927 cos( 1 8 π t ) ] 0 8

= - 4 0,3927 cos( 1 8 π · 8 ) + 4 0,3927 cos( 1 8 π · 0)

= - 4 0,3927 cos(π) + 4 0,3927 cos(0)

= - 4 0,3927 ( -1 ) + 4 0,3927 1

= 10,1859 +10,1859

= 20,3718


≈ 20,372

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 20,372 m³

Wenn der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) aber 40 m³ ist müssen ja zu Beginn bereits 40 m³ - 20,372 m³ ≈ 19,628 m³ vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Wassermenge im Tank betrug demnach B0 = 19,628 m³.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Bei einem großen Festival werden die hereinkommenden und die herausgehenden Besucher gemessen. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Eintrittsrate in Hundert Personen pro Stunde, der rote Graph die momentane Austrittssrate (in Hundert Personen pro Stunde). Die x-Achse zeigt die Zeit in Stunden nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Stunden nach Beobachtungsbeginn.
  1. Nach wie vielen Stunden sind die meisten Besucher auf dem Festival-Gelände?
  2. Nach wie vielen Stunden sind die wenigsten Besucher auf dem Festival-Gelände?
  3. Wie viele Hundert Personen treten in den ersten 4 Stunden in das Festival-Gelände ein?

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 2 die Eintrittsrate ins Festival-Gelände über der Austrittssrate aus dem Festival-Gelände liegt, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände zunimmt.

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Von 2 bis 4 liegt dann die Austrittssrate aus dem Festival-Gelände über der Eintrittsrate ins Festival-Gelände, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände abnimmt.

Von 4 bis 10 liegt dann wieder die Eintrittsrate ins Festival-Gelände über der Austrittssrate aus dem Festival-Gelände, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 2: ca. 6.7 Hundert Personen
von 2 bis 4: ca. -1.3 Hundert Personen

  1. Zeitpunkt des größten Bestands

    Nachdem die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände zwischen t = 0 und t = 2 zugenommen hat, ist die Abnahme zwischen t = 2 und t = 4 deutlich kleiner als der Zuwachs zwischen t = 4 und t = 10, so dass der Höchststand erst bei t = 10 erreicht wird.
    Somit wird die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände bei t = 10 Stunden maximal.

  2. Zeitpunkt des kleinsten Bestands

    Da zwischen 0 und 2 mehr Zuwachs abzulesen ist als die Abnahme zwischen 2 und 4, ist der Zeitpunkt mit dem geringsten Bestand gleich zu Beginn, also bei t = 0 Stunden.

  3. reiner Zuwachs nach 4 Stunden

    Da ja die blaue Kurve der Graph der Zunahme darstellt, müssen wir einfach die Fläche zwischen der blauen Kurve und der x-Achse im Intervall [0;4] ablesen. Diese ist ca. Z4 = 22.3 Hundert Personen .