Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Aus einem Wasserhahn läuft Wasser mit der Auslaufgeschwindigkeit f(x)= e 2x -1 (in Liter pro Minute) in einen Wassertank. Nach 1 Minuten sind 6 Liter im Tank. Wieviel Liter sind nach 4 Minuten darin?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 1 und 4:
1 4 e 2x -1 x

= [ 1 2 e 2x -1 ] 1 4

= 1 2 e 24 -1 - 1 2 e 21 -1

= 1 2 e 8 -1 - 1 2 e 2 -1

= 1 2 e 7 - 1 2 e 1

= 1 2 e 7 - 1 2 e


≈ 546,957
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 1 und der Änderung zwischen 1 und 4 zusammen:
B = 6 + 1 2 e 7 - 1 2 e ≈ 552.96

Integralanwendungen

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 2 2x -3 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 2s hat er bereits 7 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 4 Sekunden?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 2 und 4:
2 4 2 2x -3 x
= 2 4 2 ( 2x -3 ) -1 x

= [ ln( | 2x -3 | ) ] 2 4

= ln( | 24 -3 | ) - ln( | 22 -3 | )

= ln( | 8 -3 | ) - ln( | 4 -3 | )

= ln( 5 ) - ln( | 4 -3 | )

= ln( 5 ) - ln( 1 )

= ln( 5 ) +0

= ln( 5 )


≈ 1,609
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 2 und der Änderung zwischen 2 und 4 zusammen:
B = 7 + ln( 5 ) ≈ 8.61

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 1 so, dass 1 u ( 4x +5 ) x = 95

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1 u ( 4x +5 ) x

= [ 2 x 2 +5x ] 1 u

= 2 u 2 +5u - ( 2 1 2 +51 )

= 2 u 2 +5u - ( 21 +5 )

= 2 u 2 +5u - ( 2 +5 )

= 2 u 2 +5u -1 · 7

= 2 u 2 +5u -7

Diese Integralfunktion soll ja den Wert 95 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

2 u 2 +5u -7 = 95 | -95

2 u 2 +5u -102 = 0

eingesetzt in die Mitternachtsformel (a-b-c-Formel):

u1,2 = -5 ± 5 2 -4 · 2 · ( -102 ) 22

u1,2 = -5 ± 25 +816 4

u1,2 = -5 ± 841 4

u1 = -5 + 841 4 = -5 +29 4 = 24 4 = 6

u2 = -5 - 841 4 = -5 -29 4 = -34 4 = -8,5

Da u= -8,5 < 1 ist u= 6 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Die Temperatur an einem Wintertag kann näherungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 6 cos( x + π) beschrieben werden. Bestimme die Durchschnittstemperatur zwischen 0 und 1 2 π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 1 2 π+0 0 1 2 π 6 cos( x + π) x

= 2 π [ 6 sin( x + π) ] 0 1 2 π

= 2 π · ( 6 sin( 1 2 π + π) -6 sin( 0 + π) )

= 2 π · ( 6 sin( 3 2 π) -6 sin(π) )

= 2 π · ( 6( -1 ) -60 )

= 2 π · ( -6 +0 )

= 2 π · ( -6 )

= - 12 π


≈ -3,82

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= - 1 2x -2 schließt mit der x-Achse, der Geraden x= 9 und der Geraden x=1 eine nach oben bzw. unten offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= u 9 - 1 2x -2 x
= u 9 - ( 2x -2 ) - 1 2 x

= [ - ( 2x -2 ) 1 2 ] u 9

= [ - 2x -2 ] u 9

= - 29 -2 + 2u -2

= - 18 -2 + 2u -2

= - 16 + 2u -2

= -4 + 2u -2

= 2u -2 -4

Für u → 1 (u>1, also von rechts) gilt: A(u) = 2u -2 -4 0 -4 = -4 ≈ -4

Für den Flächeninhalt (immer positiv) gilt also I = 4

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= 5 sin( 1 5 π t ) beschreibt die Zu- bzw. Abflussrate von Wasser in einen Wassertank (f(t) in m³/min, t in Minuten nach Beobachtungsbeginn). Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Wassermenge im Tank beträgt im abgebildeten Zeitraum 50 m³. Bestimme die Wassermenge im Tank zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

Wir wissen, dass bei der Sinus-Funktion die fallende Nullstelle nach einer halben Periode ist.
Die Periode von f ist p = 2π 1 5 π = 10. Somit ist die fallende Nullstelle nach einer halben Periode bei t = 5.

Da beim Sinus die Teilflächen über und unter der x-Achse gleich groß sind, wird dieser maximale Bestand zwar noch zu anderen Zeitpunkten erreicht, aber nie übertroffen.

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 5 der Bestand (Wassermenge im Tank) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 5 5 sin( 1 5 π t ) t

= [ - 5 0,6283 cos( 1 5 π t ) ] 0 5

= - 5 0,6283 cos( 1 5 π · 5 ) + 5 0,6283 cos( 1 5 π · 0)

= - 5 0,6283 cos(π) + 5 0,6283 cos(0)

= - 5 0,6283 ( -1 ) + 5 0,6283 1

= 7,9577 +7,9577

= 15,9155


≈ 15,915

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 15,915 m³

Wenn der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) aber 50 m³ ist müssen ja zu Beginn bereits 50 m³ - 15,915 m³ ≈ 34,085 m³ vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Wassermenge im Tank betrug demnach B0 = 34,085 m³.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Bei einem großen Festival werden die hereinkommenden und die herausgehenden Besucher gemessen. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Eintrittsrate in Hundert Personen pro Stunde, der rote Graph die momentane Austrittssrate (in Hundert Personen pro Stunde). Die x-Achse zeigt die Zeit in Stunden nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Stunden nach Beobachtungsbeginn.
  1. Nach wie vielen Stunden sind die meisten Besucher auf dem Festival-Gelände?
  2. Bei Beobachtungsbeginn sind ca. 32,2 Hundert Personen auf dem Festival-Gelände. Bestimme die niedrigste Besucherzahl auf dem Festival-Gelände im abgebildeten Zeitraum.

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 1 die Eintrittsrate ins Festival-Gelände über der Austrittssrate aus dem Festival-Gelände liegt, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände zunimmt.

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Von 1 bis 9 liegt dann die Austrittssrate aus dem Festival-Gelände über der Eintrittsrate ins Festival-Gelände, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände abnimmt.

Von 9 bis 10 liegt dann wieder die Eintrittsrate ins Festival-Gelände über der Austrittssrate aus dem Festival-Gelände, so dass hier die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 1: ca. 0.5 Hundert Personen
von 1 bis 9: ca. -10.7 Hundert Personen

  1. Zeitpunkt des größten Bestands

    Nachdem die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände zwischen t = 0 und t = 1 zugenommen hat, ist die Abnahme zwischen t = 1 und t = 9 jedoch größer als der Zuwachs zwischen t = 9 und t = 10, so dass der Höchststand von t = 1 nicht wieder erreicht wird.
    Somit wird die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände bei t = 1 Stunden maximal.

  2. kleinster Bestand

    Da die Menge der Besucher auf dem Festival-Gelände zwischen t = 0 und t = 9 erst 0.5 Hundert Personen zu- und dann wieder 10.7 Hundert Personen abgenommen hat, muss der geringste Bestand zum Zeitpunkt t =9 sein (bevor es danach wieder zunimmt). Für diesen minimalen Bestand gilt dann:
    B9 = 32.2+0.5-10.7 = 22 Hundert Personen .