Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= x -3 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 19 s hat er bereits 10 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 28 Sekunden?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 19 und 28:
19 28 x -3 x
= 19 28 ( x -3 ) 1 2 x

= [ 2 3 ( x -3 ) 3 2 ] 19 28

= [ 2 3 ( x -3 ) 3 ] 19 28

= 2 3 ( 28 -3 ) 3 - 2 3 ( 19 -3 ) 3

= 2 3 ( 25 ) 3 - 2 3 ( 16 ) 3

= 2 3 5 3 - 2 3 4 3

= 2 3 125 - 2 3 64

= 250 3 - 128 3

= 122 3


≈ 40,667
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 19 und der Änderung zwischen 19 und 28 zusammen:
B = 10 + 122 3 = 152 3 ≈ 50.67

Integralanwendungen

Beispiel:

Die Bewegungsgeschwindigkeit eines Körpers lässt sich nährungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 3 ( 2x -2 ) 2 (in m/s, x in Sekunden) beschreiben. Nach 2s hat er bereits 13 m zurückgelegt. Wie weit ist er nach 5 Sekunden?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 2 und 5:
2 5 3 ( 2x -2 ) 2 x
= 2 5 3 ( 2x -2 ) -2 x

= [ - 3 2 ( 2x -2 ) -1 ] 2 5

= [ - 3 2( 2x -2 ) ] 2 5

= - 3 2( 25 -2 ) + 3 2( 22 -2 )

= - 3 2( 10 -2 ) + 3 2( 4 -2 )

= - 3 2 8 + 3 2 2

= - 3 2 ( 1 8 ) + 3 2 ( 1 2 )

= - 3 16 + 3 4

= - 3 16 + 12 16

= 9 16


≈ 0,563
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 2 und der Änderung zwischen 2 und 5 zusammen:
B = 13 + 9 16 = 217 16 ≈ 13.56

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 2 so, dass 2 u -8x x = -308

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2 u -8x x

= [ -4 x 2 ] 2 u

= -4 u 2 +4 2 2

= -4 u 2 +44

= -4 u 2 +16

Diese Integralfunktion soll ja den Wert -308 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

-4 u 2 +16 = -308 | -16
-4 u 2 = -324 |: ( -4 )
u 2 = 81 | 2
u1 = - 81 = -9
u2 = 81 = 9

Da u= -9 < 2 ist u= 9 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Die Temperatur an einem Wintertag kann näherungsweise durch die Funktion f mit f(x)= cos( 3x + 1 2 π) beschrieben werden. Bestimme die Durchschnittstemperatur zwischen 0 und π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 π+0 0 π cos( 3x + 1 2 π) x

= 1 π [ 1 3 sin( 3x + 1 2 π) ] 0 π

= 1 π · ( 1 3 sin( 3π + 1 2 π) - 1 3 sin( 3( 0 ) + 1 2 π) )

= 1 π · ( 1 3 sin( 7 2 π) - 1 3 sin( 1 2 π) )

= 1 π · ( 1 3 ( -1 ) - 1 3 1 )

= 1 π · ( - 1 3 - 1 3 )

= 1 π · ( - 2 3 )

= - 2 3 π


≈ -0,212

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= 3 2x schließt mit der x-Achse, der Geraden x=2 und der y-Achse eine nach oben bzw. unten offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= u 2 3 2x x
= u 2 3 2 x x
= u 2 3 2 x -1 x

= [ 3 2 ln( | x | ) ] u 2

= 3 2 ln( | 2 | ) - 3 2 ln( | u | )

= 3 2 ln( 2 ) - 3 2 ln( | u | )

Für u → 0 (u>0, also von rechts) gilt: A(u) = 3 2 ln( | 2 | ) - 3 2 ln( | u | )

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= - 1 4 t 2 +4 beschreibt die Geschwindigkeit eines Fahrstuhls in einem Wolkenkratzer (f(t) in m/s, t in Sekunden nach Beobachtungsbeginn). Dabei stehen positive Werte für Geschwindigkeiten nach oben, negative für Geschwindigkeiten nach unten. Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Höhe des Fahrstuhls beträgt im abgebildeten Zeitraum 50 m. Bestimme die Höhe des Fahrstuhls zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Höhe des Fahrstuhls) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

- 1 4 t 2 +4 = 0 | -4
- 1 4 t 2 = -4 |⋅ ( -4 )
t 2 = 16 | 2
t1 = - 16 = -4
t2 = 16 = 4

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 4 der Bestand (Höhe des Fahrstuhls) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 4 ( - 1 4 t 2 +4 ) t

= [ - 1 12 x 3 +4x ] 0 4

= - 1 12 4 3 +44 - ( - 1 12 0 3 +40 )

= - 1 12 64 +16 - ( - 1 12 0 +0)

= - 16 3 +16 - (0+0)

= - 16 3 + 48 3 +0

= 32 3


≈ 10,667

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 10,667 m

Wenn der maximale Bestand (Höhe des Fahrstuhls) aber 50 m ist müssen ja zu Beginn bereits 50 m - 10,667 m ≈ 39,333 m vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Höhe des Fahrstuhls betrug demnach B0 = 39,333 m.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Ein Wassertank hat einen Zu- und einen Abfluss. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Zuflussrate in Liter pro Minute, der rote Graph die momentane Abflussrate (Liter pro Minute). Die x-Achse zeigt die Zeit in Minuten nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Minuten nach Beobachtungsbeginn.
  1. Der geringste Inhalt an Litern Wasser im abgebildeten Zeitraum sind ca. 19,8. Bestimme den Inhalt des Tanks in Litern Wasser bei Beobachtungsbeginn.
  2. Nach wie vielen Minuten ist am meisten Wasser im Tank?

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 1 die Zuflussrate über der Abflussrate liegt, so dass hier das Wasservolumen zunimmt.

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Von 1 bis 9 liegt dann die Abflussrate über der Zuflussrate, so dass hier das Wasservolumen abnimmt.

Von 9 bis 10 liegt dann wieder die Zuflussrate über der Abflussrate, so dass hier das Wasservolumen wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 1: ca. 0.5 Liter
von 1 bis 9: ca. -10.7 Liter

von 9 bis 10: ca. 0.5 Liter

  1. Anfangsbestand

    Da das Wasservolumen zwischen t = 0 und seinem Tiefstand bei t = 9 (bevor es danach wieder zunimmt) erst 0.5 Liter zu- und dann wieder 10.7 Liter abgenommen hat, also insgesamt um |0.5-10.7| = 10.2 Liter weniger wurde, muss es beim Beobachtungsbeginn t = 0 bereits 19.8+10.2 = 30 Liter betragen haben.

  2. Zeitpunkt des größten Bestands

    Nachdem das Wasservolumen zwischen t = 0 und t = 1 zugenommen hat, ist die Abnahme zwischen t = 1 und t = 9 jedoch größer als der Zuwachs zwischen t = 9 und t = 10, so dass der Höchststand von t = 1 nicht wieder erreicht wird.
    Somit wird das Wasservolumen bei t = 1 min maximal.