Aufgabenbeispiele von Anwendungen

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Integralanwendungen BF

Beispiel:

Aus einem Wasserhahn läuft Wasser mit der Auslaufgeschwindigkeit f(x)= 2 e 2x -1 (in Liter pro Minute) in einen Wassertank. Nach 2 Minuten sind 2 Liter im Tank. Wieviel Liter sind nach 3 Minuten darin?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 2 und 3:
2 3 2 e 2x -1 x

= [ e 2x -1 ] 2 3

= e 23 -1 - e 22 -1

= e 6 -1 - e 4 -1

= e 5 - e 3


≈ 128,328
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 2 und der Änderung zwischen 2 und 3 zusammen:
B = 2 + e 5 - e 3 ≈ 130.33

Integralanwendungen

Beispiel:

Aus einem Wasserhahn läuft Wasser mit der Auslaufgeschwindigkeit f(x)= 4 e 3x -5 (in Liter pro Minute) in einen Wassertank. Nach 0 Minuten sind 20 Liter im Tank. Wieviel Liter sind nach 2 Minuten darin?

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Zuerst berechnen wir die Änderung des Bestands zwischen 0 und 2:
0 2 4 e 3x -5 x

= [ 4 3 e 3x -5 ] 0 2

= 4 3 e 32 -5 - 4 3 e 30 -5

= 4 3 e 6 -5 - 4 3 e 0 -5

= 4 3 e 1 - 4 3 e -5

= 4 3 e - 4 3 e -5


≈ 3,615
Der neue Bestand setzt sich aus dem Anfangsbestand bei 0 und der Änderung zwischen 0 und 2 zusammen:
B = 20 + - 4 3 e -5 + 4 3 e ≈ 23.62

Integralfunktion - Gleichung

Beispiel:

Bestimme u > 1 so, dass 1 u -8x x = -165

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1 u -8x x

= [ -4 x 2 ] 1 u

= -4 u 2 +4 1 2

= -4 u 2 +41

= -4 u 2 +4

Diese Integralfunktion soll ja den Wert -165 annehmen, deswegen setzen wir sie gleich :

-4 u 2 +4 = -165 | -4
-4 u 2 = -169 |: ( -4 )
u 2 = 169 4 | 2
u1 = - 169 4 = - 13 2
u2 = 169 4 = 13 2

Da u= - 13 2 < 1 ist u= 13 2 die einzige Lösung.

Mittelwerte

Beispiel:

Die Temperatur an einem Wintertag kann näherungsweise durch die Funktion f mit f(x)= 2 cos( 2x - π) beschrieben werden. Bestimme die Durchschnittstemperatur zwischen 1 2 π und 3 2 π .

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Wir berechnen den Mittelwert mit der üblichen Formel:

m = 1 3 2 π - 1 2 π 1 2 π 3 2 π 2 cos( 2x - π) x

= 1 π [ sin( 2x - π) ] 1 2 π 3 2 π

= 1 π · ( sin( 2( 3 2 π ) - π) - sin( 2( 1 2 π ) - π) )

= 1 π · ( sin(2π) - sin(0) )

= 1 π · ( 0 - 0 )

= 0

uneigentliche Integrale

Beispiel:

Der Graph der Funktion f mit f(x)= -2 e -3x +4 schließt mit der x-Achse und der Geraden x=1 eine nach rechts offene Fläche ein.
Untersuche, ob der Flächeninhalt endlich ist und bestimme in diesem Fall diesen Flächeninhalt.


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A(u)= 1 u -2 e -3x +4 x

= [ 2 3 e -3x +4 ] 1 u

= 2 3 e -3u +4 - 2 3 e -31 +4

= 2 3 e -3u +4 - 2 3 e -3 +4

= 2 3 e -3u +4 - 2 3 e 1

= 2 3 e -3u +4 - 2 3 e

Für u → ∞ gilt: A(u) = 2 3 e -3u +4 - 2 3 e 0 - 2 3 e = - 2 3 e ≈ -1.812

Für den Flächeninhalt (immer positiv) gilt also I = 1.812

Maximaler Bestand rückwärts

Beispiel:

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Die Funktion f mit f(t)= 2 e -0,2t +1,2 -2 beschreibt die Zu- bzw. Abflussrate von Wasser in einen Wassertank (f(t) in m³/min, t in Minuten nach Beobachtungsbeginn). Ihr Graph ist rechts abgebildet. Die maximale Wassermenge im Tank beträgt im abgebildeten Zeitraum 40 m³. Bestimme die Wassermenge im Tank zu Beobachtungsbeginn.

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Der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) wird zu dem Zeitpunkt erreicht, an dem die Änderungsrate vom Positiven ins Negative wechselt, also wenn die Zunahme in eine Abnahme übergeht.
Wir suchen also eine Nullstelle von f mit Vorzeichenwechsel + nach -.

2 e -0,2t +1,2 -2 = 0 | +2
2 e -0,2t +1,2 = 2 |:2
e -0,2t +1,2 = 1 |ln(⋅)
-0,2t +1,2 = 0
-0,2t +1,2 = 0 | -1,2
-0,2t = -1,2 |:(-0,2 )
t = 6

Wir wissen nun, dass zum Zeitpunkt t = 6 der Bestand (Wassermenge im Tank) maximal ist.
Über die Fläche unter der Kurve können wir den gesamten Zuwachs bis zu diesem Zeitpunkt berechnen:

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I = 0 6 ( 2 e -0,2t +1,2 -2 ) t

= [ -10 e -0,2x +1,2 -2x ] 0 6

= -10 e -0,26 +1,2 -26 - ( -10 e -0,20 +1,2 -20 )

= -10 e -1,2 +1,2 -12 - ( -10 e 0 +1,2 +0)

= -10 e 0 -12 - ( -10 e 1,2 +0)

= -10 -12 +10 e 1,2

= -22 +10 e 1,2


≈ 11,201

Der Zuwachs von Beginn bis zum Zeitpunkts des maximalen Bestands beträgt somit 11,201 m³

Wenn der maximale Bestand (Wassermenge im Tank) aber 40 m³ ist müssen ja zu Beginn bereits 40 m³ - 11,201 m³ ≈ 28,799 m³ vorhanden gewesen sein.

Der Anfangs-Wassermenge im Tank betrug demnach B0 = 28,799 m³.

minimaler + maximaler Bestand (2 Kurven)

Beispiel:

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Ein Wassertank hat einen Zu- und einen Abfluss. In der Abbildung zeigt der blaue Graph die momentane Zuflussrate in Liter pro Minute, der rote Graph die momentane Abflussrate (Liter pro Minute). Die x-Achse zeigt die Zeit in Minuten nach Beobachtungsbeginn. Betrachtet wird nur der Zeitraum zwischen 0 und 10 Minuten nach Beobachtungsbeginn.
  1. Nach wie vielen Minuten ist am wenigsten Wasser im Tank?
  2. 3 Minuten nach Beobachtungsbeginn sind ca. 28 Liter Wasser im Tank. Bestimme den Inhalt des Tanks in Litern Wasser bei Beobachtungsbeginn.

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Man erkennt schnell, dass von 0 bis 1 die Zuflussrate über der Abflussrate liegt, so dass hier das Wasservolumen zunimmt.

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Von 1 bis 7 liegt dann die Abflussrate über der Zuflussrate, so dass hier das Wasservolumen abnimmt.

Von 7 bis 10 liegt dann wieder die Zuflussrate über der Abflussrate, so dass hier das Wasservolumen wieder zunimmt.

Die Werte der Zunahme (bzw. Abnahme) kann man an der Fläche zwischen den Kurven abzählen:
von 0 bis 1: ca. 1.1 Liter
von 1 bis 7: ca. -12 Liter

  1. Zeitpunkt des kleinsten Bestands

    Da zwischen 0 und 1 weniger Zuwachs abzulesen ist als die Abnahme zwischen 1 und 7, ist der Zeitpunkt mit dem geringsten Bestand wenn die Zuwachsrate wieder größer wird als die Abnahmerate, also bei t = 7 min.

  2. Anfangsbestand

    Die Änderung des Bestands kann man einfach durch die Flächen zwischen dem Kurven ablesen, wobei man hier natürlich die Vorzeichen übernehmen muss. Durch Abzählen der Kästchen der eingeschlossenen Flächen im Interval [0;3] kann man einen Zuwachs von ca. -2 erkennen.
    Bei Beobachtungsbeginn muss somit das Wasservolumen um -2 Liter niedriger als die 28 nach 3 min gewesen sein:
    B0 = 28 - -2 = 30 Liter .