Aufgabenbeispiele von exponent. Wachstum

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prozentale Änderung bestimmen

Beispiel:

Gib für die exponentielle Wachstumsfunktion f mit f(t)= 164⋅ 1,4 t die prozentuale Änderung pro Zeiteinheit an. Handelt es sich um prozentuale Zunahme oder um prozentuale Abnahme?

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f(0) = 164

f(1) = 164 ⋅ 1,4

f(2) = 164 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4

f(3) = 164 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4

f(4) = 164 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4 ⋅ 1,4

...

Mit jeder Zeiteinheit wird also der bisherige Funktionswert mit 1,4 multipliziert. Da 1,4 > 1 ist, werden die Funktionswerte mit jedem Zeitschritt größer, und zwar auf das 1,4-fache, also auf 140 % des vorherigen Funktionswertes.

Die prozentuale Zunahme beträgt also 140% - 100% = 40 %

c und a gegeben

Beispiel:

Eine Bakterienkultur vermehrt sich stündlich um 29%. Zu Beobachtungsbeginn umfasste die Kultur 14 Milionen Bakterien.a) Wie viel Millionen Bakterien hat die Bakterienkultur nach 12 Stunden? b) Wann umfasst die Kultur 84 Millionen Bakterien?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=14 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Die prozentuale Zunahme um 29% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt zum alten Bestand noch 29% dazukommen,
also Bneu = B + 29 100 ⋅B = (1 + 29 100 ) ⋅ B = 1,29 ⋅ B. Somit ist das a=1,29.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 14⋅ 1,29 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=12 Stunden, also f(12):

f(12) = 14⋅ 1,29 12 ≈ 297,307.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 84 Millionen Bakterien ist, also f(t) = 84:

14⋅ 1,29 t = 84 |:14
1,29 t = 6 |lg(⋅)
lg( 1,29 t ) = lg( 6 )
t · lg( 1,29 ) = lg( 6 ) |: lg( 1,29 )
t = lg( 6 ) lg( 1,29 )
t = 7,0364

Nach ca. 7,036 Stunden ist also der Bestand = 84 Millionen Bakterien.

c und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

Ein Konto wird mit 1000€ eröffnet und wird mit einem festen Zinssatz verzinst. Nach 10 Jahren beträgt der Kontostand bereits 1343,92€. a) Wie hoch ist der Kontostand 12 Jahre nach der Kontoeröffnung? b) Wann ist der Kontostand auf 1200€ angewachsen?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Den Anfangswert f(0)=c=1000 kann man direkt aus der Aufgabe heraus lesen.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= 1000⋅ a t mit einem Wachstumsfaktor a sein muss.

Der Wachstumsfaktor a ist zwar nicht gegeben, wir wissen aber, dass nach 10 Jahre der Bestand 1343.92 € ist, also f(10) = 1343.92. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= 1000⋅ a t ein:

1000 a 10 = 1343,92 |:1000
a 10 = 1,34392 | ⋅10
a1 = - 1,34392 10 = -1,03
a2 = 1,34392 10 = 1,03

Da der Wachstumsfaktor a immer positiv sein muss, ist a= 1,03 ≈ 1.03 die einzige sinnvolle Lösung.

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 1000⋅ 1,03 t .

zu a)

Gesucht ist der Kontostand zum Zeitpunkt t=12 Jahre, also f(12):

f(12) = 1000⋅ 1,03 12 ≈ 1425,761.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Kontostand = 1200 € ist, also f(t) = 1200:

1000⋅ 1,03 t = 1200 |:1000
1,03 t = 6 5 |lg(⋅)
lg( 1,03 t ) = lg( 6 5 )
t · lg( 1,03 ) = lg( 6 5 ) |: lg( 1,03 )
t = lg( 6 5 ) lg( 1,03 )
t = 6,1681

Nach ca. 6,168 Jahre ist also der Kontostand = 1200 €.

a und ein Funktionswert gegeben

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 16% abnimmt. 12 Jahre nach Beobachtungsbeginn werden nur noch 1,23 Millionen der Insekten geschätzt. a) Wie viele Millionen der Insekten gibt es in dem Land noch nach 11 Jahren? b) Wann erwartet man nur noch 5 Millionen dieser Insekten?

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Da es sich hier um exponentielles Wachstum handelt, muss der Funktionsterm von der Form f(t)= c · a t sein.

Die prozentuale Abnahme um 16% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 16% weggehen,
also Bneu = B - 16 100 ⋅B = (1 - 16 100 ) ⋅ B = 0,84 ⋅ B. Somit ist das a=0,84.

Somit wissen wir bereits, dass der Funktionsterm f(t)= c · 0,84 t mit einem Anfangswert c sein muss.

Wir kennen zwar den Anfangswert f(0)=c nicht, wissen aber, dass nach 12 Jahre der Bestand 1.23 Millionen Insekten ist, also f(12) = 1.23. Dies setzen wir in unsern bisherigen Funktionterm f(t)= c · 0,84 t ein:

c ⋅ 0.8412 = 1.23

c ⋅ 0.12341 = 1.23 | : 0.12341

c = 10

Damit ergibt sich der Funktionsterm f(t)= 10⋅ 0,84 t .

zu a)

Gesucht ist der Bestand zum Zeitpunkt t=11 Jahre, also f(11):

f(11) = 10⋅ 0,84 11 ≈ 1,469.

zu b)

Hier wird gefragt, wann der Bestand = 5 Millionen Insekten ist, also f(t) = 5:

10⋅ 0,84 t = 5 |:10
0,84 t = 1 2 |lg(⋅)
lg( 0,84 t ) = lg( 1 2 )
t · lg( 0,84 ) = lg( 1 2 ) |: lg( 0,84 )
t = lg( 1 2 ) lg( 0,84 )
t = 3,9755

Nach ca. 3,976 Jahre ist also der Bestand = 5 Millionen Insekten.

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit bestimmen

Beispiel:

Gegeben ist der Exponentialfunktion f mit f(t)= c · 1,035 t mit unbekanntem Anfangswert c.

Bestimme die Verdopplungszeit.

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Den Wachstumsfaktor a kann direkt aus dem Funktionterm f(t)= c · 1,035 t ablesen: a=1.035.

Mit der Formel für die Verdopplungszeit gilt: TV = loga(2).

Also TV = log1.035(2) ≈ 20.15 (Zeiteinheiten)

Halbwerts-/Verdoppl.-Zeit (Anwendung)

Beispiel:

In einem Land hat man festgestellt, dass die Anzahl einer bestimmten Insektenart jedes Jahr um 11% abnimmt. Wann hat sich die Anzahl dieser Insektenart halbiert?

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Die prozentuale Abnahme um 11% bedeutet ja, dass mit jedem Zeitschritt vom alten Bestand noch 11% weggehen,
also Bneu = B - 11 100 ⋅B = (1 - 11 100 ) ⋅ B = 0,89 ⋅ B.

Somit gilt für den Wachstumsfaktor a (in f(t)= c · a t ): a=0,89.

Mit der Formel für die Halbwertszeit gilt: TH = loga( 1 2 ).

Also TH = log0.89( 1 2 ) ≈ 5.95 Jahre

Exponentialterm mit Halbwertszeit best.

Beispiel:

Bei einem Staat mit 40 Millionen Einwohner geht man davon aus, dass die Einwohnerzahl exponentiell abnimmt. Nach 22,8 Jahren hat sich die Bevölkerung halbiert?Bestimme den Funktionsterm der Exponentialfunktion, die die Einwohnerzahl in Millionen Einwohner nach t Jahren angibt.

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Von der allgemeinen Exponentialfunktion f(t)= c · a t können wir den Anfangswert c = 40 direkt der Aufgabe entnehmen.

Um nun noch den Wachstumsfaktor a zu bestimmen, nutzen wir die Formel für die Halbwertszeit: TH = loga( 1 2 ).

Also 22.8 = loga( 1 2 ). Nach der Definition des Logarithmus ist dies gleichbedeutend mit

a 22,8 = 1 2 | ⋅22,8
a1 = - ( 1 2 ) 1 22,8 ≈ -0,97
a2 = ( 1 2 ) 1 22,8 ≈ 0,97

Das gesuchte a ist somit 0,97 ≈ 0.97, der gesuchte Funktionsterm f(t)= 40⋅ 0,97 t