Aufgabenbeispiele von Trigonometrie

Durch Aktualisieren des Browsers (z.B. mit Taste F5) kann man neue Beispielaufgaben sehen


Ableiten von trigonometrischen Funktionen

Beispiel:

Berechne die Ableitung von f mit f(x)= sin( 1 4 ( x -1 )) -1 und vereinfache:

Lösung einblenden

f(x)= sin( 1 4 ( x -1 )) -1

f'(x)= cos( 1 4 ( x -1 )) · ( 1 4 ( 1 +0) )+0

= cos( 1 4 ( x -1 )) · ( 1 4 ( 1 ) )

= 1 4 cos( 1 4 ( x -1 ))

Ableiten von trigonometrischen Funktionen BF

Beispiel:

Berechne die Ableitung von f mit f(x)= -4 sin( -4x -2 ) -2 und vereinfache:

Lösung einblenden

f(x)= -4 sin( -4x -2 ) -2

f'(x)= -4 cos( -4x -2 ) · ( -4 +0 )+0

= -4 cos( -4x -2 ) · ( -4 )

= 16 cos( -4x -2 )

Integral über trigon. Funktion

Beispiel:

Bestimme das Integral 1 2 π π cos( 2x ) x .

Lösung einblenden
1 2 π π cos( 2x ) x

= [ 1 2 sin( 2x ) ] 1 2 π π

= 1 2 sin( 2π ) - 1 2 sin( 2( 1 2 π ) )

= 1 2 0 - 1 2 0

= 0+0

= 0

Extrempunkte bei trigon. Fktn. BF (einfach)

Beispiel:

Bestimme die Hochpunkte des Graphen von f mit f(x)= sin( x ) +1 im Intervall [0; 4π ).
(Tipp: am schnellsten geht das ohne Ableitungen)

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Die Originalfunktion f(x)=sin(x) ist in der Abbildung rechts in blau eingezeichnet.

Wir erkennen relativ gut am Term, dass der Graph von f gegenüber dem von g(x)=sin(x) um d=1 in y-Richtung verschoben ist.

Der erste steigender Wendepunkt wäre also im Punkt P(0|1).

Mit Hilfe von b=1 und der Periodenformel p= b erhalten wir als Periode:
p= 1 = 2π

Der gesuchte Hochpunkt ist bei sin(x) nach einem Viertel der Periode,
also bei x1= 1 2 π 1 2 π . .

Weil das gesuchte Interval [0; 4π ) zwei Perioden umfasst, ist auch noch 1 2 π+2π = 5 2 π eine Lösung.

Die Funktion schwingt wegen d=1 um y=1. Der y-Wert des Hochpunkt ist also eine Amplitude (a=1) über 1, also bei y=2.

Wir erhalten also als Ergebnis einen Hochpunkt bei ( 1 2 π |2) und einen bei ( 5 2 π |2)

Extrempunkte bei trigonometr. Fktn. BF

Beispiel:

Bestimme die Hochpunkte des Graphen von f mit f(x)= cos( 2 3 x ) -2 im Intervall [0; 3π ).
(Tipp: am schnellsten geht das ohne Ableitungen)

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Die Originalfunktion f(x)=cos(x) ist in der Abbildung rechts in blau eingezeichnet.

Wir erkennen relativ gut am Term, dass der Graph von f gegenüber dem von g(x)=cos(x) um d=-2 in y-Richtung verschoben ist.

Der erste Hochpunkt wäre also im Punkt P(0|-2).

Mit Hilfe von b= 2 3 und der Periodenformel p= b erhalten wir als Periode:
p= 2 3 = 3π

Der gesuchte Hochpunkt ist bei cos(x) zu Beginn der Periode,
also bei x1= 0 0 . .

Die Funktion schwingt wegen d=-2 um y=-2. Der y-Wert des Hochpunkt ist also eine Amplitude (a=1) über -2, also bei y=-1.

Wir erhalten also als Ergebnis einen Hochpunkt bei ( 0 |-1)

Extremstellen bei trigon. Fktn (LF)

Beispiel:

Bestimme die Wendepunkte des Graphen von f mit f(x)= sin( 1 4 ( x + π)) im Intervall [0; 8π ).
(Tipp: am schnellsten geht das ohne Ableitungen)

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Die Originalfunktion f(x)=sin(x) ist in der Abbildung rechts in blau eingezeichnet.

Wir erkennen relativ gut am Term, dass der Graph von f gegenüber dem von g(x)=sin(x) um d=0 in y-Richtung und um c= -π nach rechts verschoben ist.

Der erste steigender Wendepunkt wäre also im Punkt P( -π |0).

Mit Hilfe von b= 1 4 und der Periodenformel p= b erhalten wir als Periode:
p= 1 4 = 8π

Der gesuchte Wendepunkt ist bei sin(x) zu Beginn und nach der Hälfte der Periode,
also bei x1= -π + 0 -π .
Weil diese Stelle aber negativ ist, müssen wir noch (mindestens) eine Periode dazu addieren, damit der x-Wert im gesuchten Intervall [0; 8π ) liegt,
also x1= -π+8π 7π und bei x2= -π + 4π 3π . .

Die Funktion schwingt wegen d=0 um y=0. Der y-Wert des Wendepunkt ist also gerade 0.

Wir erhalten also als Ergebnis einen Wendepunkt bei ( 7π |0) und bei ( 3π |0)

Nullstellen mit dem WTR

Beispiel:

Bestimme mit Hilfe eines Taschenrechners alle Nullstellen der Funktion f mit f(x)= 3 cos( x ) +0,6 innerhalb einer Periode, also im Intervall [0; 2π [.

Lösung einblenden

Um die Nullstellen zu erhalten, setzen wir einfach f(x)=0.

Daraus ergibt sich folgende Gleichung:

3 cos( x ) +0,6 = 0 | -0,6
3 cos( x ) = -0,6 |:3
canvas
cos( x ) = -0,2 |cos-1(⋅)

Der WTR liefert nun als Wert 1.7721542475852

1. Fall:

x1 = 1,772

Am Einheitskreis erkennen wir, dass die Gleichung cos( x ) = -0,2 noch eine weitere Lösung hat. (die senkrechte turkise Gerade x=-0.2 schneidet den Einheitskreis in einem zweiten Punkt).

Am Einheitskreis erkennen wir auch, dass die andere Lösung einfach (nach unten gespiegelt) bei - 1,772
bzw. bei - 1,772 +2π= 4,511 liegen muss.

2. Fall:

x2 = 4,511

L={ 1,772 ; 4,511 }

Die Nullstellen in der Periode [0; 2π ) sind also
bei x1 = 1,772 und x2 = 4,511 .

trigon. Anwendungsaufgabe 2

Beispiel:

An einem bestimmten Ort kann man die Durchschnittstemperatur zur Uhrzeit t (in h) durch die Funktion f mit f(t)= 6 sin( 1 12 π ( t -8 )) +14 (0 < t ≤ 24) näherungsweise angeben.

  1. Wie lange (in Stunden) ist es wärmer als 14,6°C?
  2. Zu welcher Uhrzeit ist es am wärmsten?

Lösung einblenden
Du hast entweder einen veralteten Browser oder Javascript ausgeschaltet. Deswegen kannst du leider das Schaubild nicht sehen :(

Aus dem Funktionsterm können wir den Faktor b = 1 12 π herauslesen und in die Periodenformel einsetzen:

Somit gilt für die Periodenlänge: p = 2 π b = 2 π 1 12 π = 24

  1. t-Werte mit f(t) ≥ 14.6

    Um das gesuchte Intervall zu bestimmen, müssen wir erst die Stellen bestimmen, an denen der Funktionswert unserer Sinus-Funktion gerade den Wert 14.6 hat. Wir setzen also den Funktionsterm mit 14.6 gleich:

    6 sin( 1 12 π ( t -8 )) +14 = 14.6

    6 sin( 0,2618t -2,0944 ) +14 = 14,6 | -14
    6 sin( 0,2618t -2,0944 ) = 0,6 |:6
    canvas
    sin( 0,2618t -2,0944 ) = 0,1 |sin-1(⋅)

    Der WTR liefert nun als Wert 0.10016742116156

    1. Fall:

    0,2618x -2,0944 = 0,1 | +2,0944
    0,2618x = 2,1944 |:0,2618
    x1 = 8,382

    Am Einheitskreis erkennen wir, dass die Gleichung sin( 0,2618t -2,0944 ) = 0,1 noch eine weitere Lösung hat. (die waagrechte grüne Gerade y=0.1 schneidet den Einheitskreis in einem zweiten Punkt).

    Am Einheitskreis erkennen wir auch, dass die andere Lösung an der y-Achse gespiegelt liegt, also π - 0,1 = 3,041 liegen muss.

    2. Fall:

    0,2618x -2,0944 = 3,041 | +2,0944
    0,2618x = 5,1354 |:0,2618
    x2 = 19,6157

    Da die Sinus-Funktion ja um 8 nach rechts verschoben ist, startet sie nach 8 h nach oben und erreicht erstmals nach 8.38 h den Wert 14.6. Danach steigt sie weiter bis zum Hochpunkt und sinkt dann wieder bis sie nach 19.62 h zum zweiten mal den Wert 14.6 erreicht. Während dieser 19.62 - 8.38 = 11.24 h ist der Wert der Funktion also höher als 14.6.

  2. t-Wert des Maximums (HP)

    Gesucht ist die Stelle mit dem höchsten Funktionswert, also der x- bzw- t-Wert des Hochpunkts. Dieser ist bei einer Sinusfunktion immer nach einer Viertel Periode (im Einheitskreis ist man nach einer Viertel-Umdrehung ganz oben bei y=1), hier also nach 6 h.

    Die Sinusfunktion ist aber auch noch um 8 nach rechts verschoben, d.h. sie startet auch erst bei t = 8 h mit ihrer Periode. Somit erreicht sie ihren Hochpunkt nach 6 + 8 h = 14 h. Die Lösung ist also: 14 Uhr.

Parameter für best. Periode finden

Beispiel:

Untersuche, ob es einen maximalen oder minimalen Wert für die Periode von fa mit fa(x)= -3 cos( 1 a 2 +5 x ) gibt.

Bestimme das zugehörige a und die extremale Periode.

Lösung einblenden

Wir berechnen zuerst die Periode von fa mit fa(x)= -3 cos( 1 a 2 +5 x ) :

p = b = 1 a 2 +5 = 2π · ( a 2 +5 )

Man erkennt jetzt gut, dass je größer a 2 +5 wird, desto größer wird auch die Periode.

a 2 +5 ist eine quadratische Funktion, ihr Graph ist eine nach oben geöffnete Parabel mit einem Tiefpunkt als Scheitel. Somit hat a 2 +5 also einen minimalen Wert, während es noch oben keine Grenze gibt.

Diesen minimalen Wert können wir schnell über die Nullstelle der ersten Ableitung bestimmen:

( a 2 +5 )' = 2a = 0 ⇔ a = 0

Für dieses a = 0 wird also a 2 +5 minimal und somit auch die Periode 2π · ( a 2 +5 ) minimal .

Für a = 0 ist dann die minimale Periode pmin = 2π · ( 0 2 +5 ) = 2π · ( 0 +5 ) = 10π .